Auf einem stark genutzten Wasserweg im Bundesland Brandenburg hat eine größere Binnenschiffseinheit zeitweise den Schiffsverkehr behindert, nachdem sie sich während eines regulären Manövers quer im Kanal positionierte und damit nahezu die gesamte Breite der Fahrrinne blockierte. Nach Angaben der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung verlor das Frachtschiff beim Navigieren auf einem kurvigen Abschnitt den direkten Kurs, möglicherweise beeinflusst durch eine Kombination aus seitlichem Wind, leichter Strömung und dem geringen Abstand zu einem schmalen Uferbereich. Infolge der ungeplanten Drehung mussten mehrere kleinere Transportboote, Freizeitboote und regionale Versorgungsschiffe in sicherem Abstand warten, bis die Einsatzkräfte vor Ort die Situation stabilisierten. Der Bereich wurde vorsorglich für die Durchfahrt gesperrt, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten und mögliche weitere Blockierungen zu vermeiden. Zur Unterstützung des Manövers trafen zwei Schub- und Schleppfahrzeuge ein, die zuerst die Lage des Frachtschiffs sicherten, anschließend seine Position kontrolliert korrigierten und schließlich den schrittweisen Rücktransport in eine ausreichende Breite des Kanals durchführten. Die Arbeiten wurden über einen längeren Zeitraum hinweg in kleinen, präzisen Etappen durchgeführt, um Schäden an der Uferbefestigung, den Wasserbauwerken oder dem Schiffsrumpf auszuschließen. Beobachter vor Ort berichteten, dass das Schiff zunächst nur langsam auf die Zugkräfte der Schleppboote reagierte, was die Notwendigkeit eines besonders vorsichtigen Vorgehens unterstrich. Nach erfolgreicher Ausrichtung und der vollständigen Freigabe der Fahrrinne wurde der reguläre Verkehr wieder aufgenommen, wobei die Behörden zusätzlich prüften, ob sich im Verlauf des Zwischenfalls Sedimente oder andere Materialien abgelagert hatten, die den Tiefgang beeinflussen könnten. Erste Einschätzungen deuten darauf hin, dass der Zwischenfall keine nachhaltigen Schäden verursacht hat, weder an der Infrastruktur noch am Schiff selbst. Die Wasserstraßenverwaltung kündigte jedoch an, die Navigationshinweise, Strömungsverhältnisse und Markierungen in diesem Abschnitt erneut zu überprüfen, um vergleichbare Situationen künftig möglichst zu vermeiden und die Sicherheit des Schiffsverkehrs auf engen Kanalbereichen weiter zu erhöhen.
Ein Frachtschiff hat vorübergehend den Verkehr auf einem der Kanäle in Brandenburg blockiert