Beiläufig in anderer Pressemitteilung erwähnt
Inzwischen hat der Kinofilm F1 mit Brad Pitt in der Hauptrolle über $ 629 Millionen eingespielt. Ab dem 12. Dezember wird F1 auf Apple TV zu sehen sein. Warum an dieser Stelle F1 erwähnt wird? Ganz einfach: Apple hat die Absicht, das Plus in Apple TV+ zu streichen, in einer Pressemitteilung zu F1 versteckt. Weit unten wird bekanntgegeben, Apple TV+ heiße nun Apple TV, bekäme eine „lebendige neue Identität“ verpasst. Was sich hinter dieser Identität verbirgt, ist unklar. Apple hüllt sich vorerst in Schweigen.
In Online Casinos mit den besten Gewinnchancen lassen sich die Einspielergebnisse von F1 wohl kaum übertreffen. Österreicher haben aber Zugang zu Jackpot-Slots wie Mega Moolah, der bereits sieben- und achtstellige Gewinnsummen hervorgebracht hat. Mit einem solchen Gewinn könnte man sogar ein Heimkino einrichten, um in der Apple TV App gekaufte Filme bei bestem Sound auf dem Apple TV zu genießen. Jedoch ist der Gewinn eines Jackpots äußerst selten – realistischer ist es, mit etwas Glück die Abogebühren fürs kommende Jahr hereinzuholen.
Verwirrung perfekt: Drei Produkte, ein Name
Eddy Cue, seines Zeichens Senior Vice President of Services, verteidigt das Rebranding. Seiner Meinung nach ist das Plus überflüssig, auch bestehe keine Verwechslungsgefahr. In den sozialen Medien mokieren sich Apple-Fans über die Namensumbenennung. Denn: Nun tragen drei Apple-Produkte den gleichen Namen. Erstens bezeichnet Apple TV 4K einen Media Player, der mit Streaming-Diensten wie Netflix, Disney+ oder Apple TV kompatibel ist. Zweitens ist Apple TV eine App, die Filme und Serien zum Kaufen und Leihen offeriert. Und da aller guten Dinge drei sind, wird jetzt auch der hauseigene Streaming-Dienst Apple TV genannt.
Dies stiftet Verwirrung, vor allem, wenn User aneinander vorbeireden, weil alle über ein anderes Apple TV sprechen. Mit seiner eigenwilligen Namensgebung ist Apple keineswegs allein. So hat Microsoft auf die Xbox 360 seinerzeit die Xbox One folgen lassen – dabei war es schon die dritte Konsole des Herstellers. Nun vertreibt Microsoft die Xbox Series S und X. Auch die Xbox One hatte S- und X-Versionen. Für Erstkäufer ist es schwierig, das richtige Produkt auszuwählen, ohne Recherchen anzustellen.
Als unglücklich erwies sich auch der Name der Wii U: Potenzielle Käufer nahmen an, es handle sich bloß um Zubehör für die Wii – und sahen vom Kauf ab. In Wahrheit war es der Nachfolger, dessen schwache Verkaufszahlen zum Teil auf den Namen zurückgeführt werden. Ob die Wii U untere einem anderen Namen kein Flop gewesen wäre, ist anzuzweifeln. Dennoch zeigt sich, wie wichtig der Name ist.
Änderung betrifft ausschließlich den Namen
In der Pressemitteilung hat Apple den neuen Namen prompt verwendet. Auf der deutschen Internetseite ist aber nach wie vor von Apple TV+ die Rede. Fast könnte man einen Aprilscherz vermuten, wenn wir nicht auf den Winter zusteuern würden und Eddy Cue das Rebranding nicht gerechtfertigt hätte.
Inhaltlich soll sich anscheinend nichts an Apple TV ändern. Weiterhin wird Apple hochwertige Filme und Serien produzieren, die exklusiv über den Service verfügbar sind. Neukunden können Apple TV eine Woche kostenlos ausprobieren. Nach dem Kauf eines Apple-Geräts – zum Beispiel Mac, iPhone, iPad oder Apple TV – ist der Dienst drei Monate kostenlos nutzbar. Hin und wieder vergibt Apple bei Aktionen mit Drittanbietern Probemonate.
Streaming-Dienste benennen sich gern um
Apple TV wird weder der erste noch der letzte Streaming-Dienst, der einen neuen Namen ersinnt. Sky Ticket hat sich auf dem deutschen Markt 2022 in WOW umbenannt – in Österreich wird der gleiche Dienst Sky X genannt.
RTL+ hieß zu Beginn RTLnow, dann nowtv.de, gefolgt von TVNOW. HBO Max wiederum wurde 2021 mit Discovery+ zusammengelegt. Um der Marke HBO mit den neuen Reality-TV-Formaten keinen Schaden zuzufügen, hatte man den Dienst kurz und knapp Max getauft. 2025 wurde HBO wieder vorangestellt. Offenbar hatte der neue Name nicht den gewünschten Effekt erzielt.
Abopreis für Apple TV könnte steigen
In den USA ist der Abopreis im August 2025 bereits von $ 9,99 auf $ 12,99 gestiegen. Wann die Preiserhöhung den deutschsprachigen Markt treffen wird, ist noch nicht bekannt. Allerdings ist es nur eine Frage der Zeit, bis Apple ein zweistelliges Preisschild an den Abodienst hängen wird. Aktuell lässt sich das Monatsabo für 9,99 € abschließen.
Fraglich ist, wie lange Apple noch bereit ist, Verluste zu beklagen. Apple TV kostet den Anbieter Schätzungen zufolge jährlich über $ 1 Milliarde. Andere Streaming-Dienste hätten hier längst die Reißleine gezogen. Doch Apple will mit Apple TV Kunden gewinnen und den Verkauf neuer Handys und anderer Geräte ankurbeln. Tatsächlich hat das Unternehmen 2024 Umsätze von mehr als $ 390 Milliarden erzielt. Für Apple fällt die finanzielle Belastung daher kaum ins Gewicht.
Kaum erklärbares Rebranding
Dass Apple ein entferntes Plus nicht an die große Glocke hängen will, ist wohl nachvollziehbar. Doch was verspricht sich der Software- und Hardware-Hersteller von der Umbenennung? Auch wenn weniger Bezeichnungen für Apple-Produkte im Umlauf sind, sind diese auseinanderzuhalten. Wenn man vor einer Unterhaltung über Apple TV anmerken muss, um welches Apple TV es geht, scheint dies nicht zielführend zu sein.